Turniersport

Turniersport
Am 13.03.1937 fand im Vereinslokal Bette die allmonatliche Versammlung des Sportfischervereins Papenburg statt. Als unbedingte Notwendigkeit wurde von dem damaligen Vereinsführer Misselhorn die Beschaffung von Turniersportgeräte herausgestellt. Eine damals moderne dreiteilige Steckrute aus Tonkinrohr mit einer angeschraubten Nottinghamrolle, die sich die meisten Mitglieder finanziell nicht leisten konnten. Nach einem Hinweis auf die Gautagung in Thülsfelde gab Vereinsführer Misselhorn bekannt, dass die Bildung einer Turniergruppe erforderlich sei. Besonders die jungen Sportkameraden möchten sich hierzu einsetzen. Man ernannte den Sportkameraden Hans Goldsweer zum Sportwart unter Mithilfe des 2. Vereinsvorsitzenden Brink. Zu Schiedsrichtern bei vorkommenden Fällen wurden die Kameraden Bödige und Tammen bestimmt. Im November des Jahres 1937 führte Sportwart Goldsweer dann die für 45,00 Reichsmarks beschafften neuen Sportgeräte vor. Die Sportübungen sollten Sonntags von 8 ¼ bis 9 ¾ auf dem Untenender Marktplatz abgehalten werden. Rege Beteiligung wurde erwartet. Gauamtsleiter Hellmann bemerkte hierzu, dass Papenburg sich an dem Wurfturnier um den Pokal des Reichsstatthalters beteiligen möge. Der Turniersport sei im Gaugebiet noch jung, aber bereits im Vorjahr habe beim Reichsturnier in Magdeburg der Gau im Weitwurf den 2. Preis holen können. Auf den Fotos ist deutlich die helle Begeisterung der Mitglieder zu vernehmen, die alle einmal das Werfen mit der neuen Rute auf dem Marktplatz wie auch am Vereinsgewässer erleben wollten.