Karnevalszug 1938

Papenburg ist die nördlichste Stadt Deutschlands, in der zu Karneval ein großer Faschingszug veranstaltet wird. Aus dem ganzen Emslande, aus Ostfriesland und dem Oldenburger Land strömen am Rosenmontag die Menschen in Papenburg zusammen, um unter dem Zepter des Prinzen Karneval närrische Stunden zu verleben.

So auch in diesem Jahre. Trotz des trüben, teilweise regnerischen Wetters waren weit über 12 000 Menschen zu der „Stadt am Moorkanal“ geeilt und säumten die Straßen, um den großen Karnevalsumzug mitzuerleben.Viele Wagen von Vereinen und Gruppen waren gemeldet und erschienen. Zum ersten Male trat auch der Papenburger Sportfischerverein im Karnevalszug an die Öffentlichkeit, um für den Angelsport zu werben. Und es steht bei allen Besuchern fest, dass der Wagen des Sportfischervereins der originellste und schönste war.

Ein Hecht, naturgetreu nachgebildet, von gewaltigen Ausmaßen, war unter den Händen des Vereinsführers Misselhorn und nicht zuletzt seines Stellvertreters Joke Brink entstanden und auf einem Wagen montiert worden. Hoch auf dem Rücken des Hechtes thronte mit dem Dreizack Neptun. Außerdem „zierte“ den Wagen noch eine große Wollhandkrabbe. Beiderseitig waren Beschriftungen angebracht, deren Sinn auf besondere Papenburger Verhältnisse zugeschnitten waren.

In der dem Wagen folgenden Fußgruppe sah man u. a. den Vereinsführer im goldverzierten Gehrock mit geschulterter Angelrute und andere Sportkameraden mit allem möglichen Angelgerät.