Fischerprüfung

Sie wollen den „Angelschein“ machen?

- Kleiner Leitfaden für künftige Angler -

Einen „Angelschein“, von dem der Volksmund gern spricht, gibt es gar nicht.
Wenn Sie in Deutschland angeln wollen, brauchen Sie
1. Fischerprüfung
2. Fischereischein
3. Fischereierlaubnisschein

Faustregel dabei ist:
- ohne Fischerprüfung kein Fischereischein
- ohne Fischereischein kein Fischereierlaubnisschein
- ohne Fischereierlaubnisschein kein Angeln

Das Ganze ist aber in der Praxis nicht so verwirrend, wie es zunächst scheint, jedoch müssen Sie folgendes berücksichtigen:
In Deutschland ist Fischereirecht Ländersache.
Das heißt, jedes Bundesland hat ein eigenes Fischereigesetz. Es gibt kein Bundesfischereigesetz, und es gibt keinen Bundesfischereischein oder „Bundesangelschein“!
Außer in Niedersachsen brauchen Sie in allen Bundesländern grundsätzlich wenigstens einen Fischereischein zum Angeln. In Niedersachsen brauchen Sie ein Fischerprüfungszeugnis und einen Fischereierlaubnisschein für das oder die Gewässer, in denen Sie
angeln möchten. In allen anderen Bundesländern ist der Fischereischein jedoch Pflicht!

Den Fischereischein erhalten Sie, wenn Sie eine Fischerprüfung, die in allen Fischereigesetzen der Bundesländer vorgeschrieben ist, erfolgreich absolviert haben. Fischerprüfung und Fischereischein sind also eine staatliche Angelegenheit. Den Fischereischein erhalten Sie deshalb auch nur bei einer Behörde. In der Regel ist diese das Ordnungsamt Ihres (ersten) Wohnsitzes.
Für den Fischereischein werden eine Verwaltungsgebühr und in der Regel auch eine Fischereiabgabe erhoben. Die jeweiligen Beträge sind je nach Bundesland unterschiedlich.

Wenn Sie die Fischerprüfung bestanden haben, wird Ihnen ein Fischerprüfungszeugnis ausgestellt, das Sie vorlegen müssen, wenn Sie den Fischereischein beantragen. Zur Prüfung wiederum kommen Sie u.a. auch über den erfolgreichen Abschluss eines Vorbereitungslehrganges. Fischerprüfungslehrgänge und Fischerprüfungen finden je nach Bundesland unterschiedlich oft statt. Das kann ein einziger landesweiter Prüfungstermin im Jahr sein, wie beispielweise in Bayern, oder es finden Prüfungen öfter und nach Bedarf statt, wie zum Beispiel in Hessen.

Die Regelungen für die Fischerprüfungen und zum Erwerb des Fischereischeins sind demnach in den Bundesländern unterschiedlich.
Wir können hier nicht auf alle Besonderheiten eingehen und bitten darum, bei den zuständigen Vereinen oder Verbänden die näheren Informationen einzuholen. Wenn Sie dann Ihr Fischerprüfungszeugnis und anschließend auch Ihren Fischereischein in den Händen halten, dann müssen Sie einen Fischereierlaubnisschein vom Pächter oder Eigentümer des Gewässers erwerben, in dem Sie Angeln möchten. Auch dieser Erlaubnisschein kostet etwas. Der Gewässerpächter ist in der Regel ein Angelverein. Deshalb empfiehlt es sich im Allgemeinen, dem Verein als Mitglied beizutreten. Damit erhalten Sie automatisch Ihren Erlaubnisschein zum Angeln. Außerdem verfügen die meisten Angelvereine über zahlreiche Gewässer, in denen Sie damit angeln können. Nicht zu reden von den übrigen Vorteilen einer Vereinsmitgliedschaft!
Am einfachsten ist es, wenn Sie sich beim nächstgelegenen Angelverein erkundigen.

Von http://www.vdsf.de/Angeln in Deutschland, Kleiner Leitfaden für künftige Angler

Ausbildung zur Fischerprüfung

Wer in Niedersachsen den Fischfang ausüben will und nicht Fischereiberechtigter ist, muss nach dem Nds. Fischereigesetz einen Fischereischein oder einen Personalausweis und einen Fischereierlaubnisschein besitzen.
Voraussetzung ist, um einen Fischereischein und den Fischereierlaubnisschein zu erhalten, die Ablegung einer Fischerprüfung bei einem anerkannten Landesfischereiverband.
Der Landesfischereiverband Weser-Ems führt die Fischerprüfung in gesetzlichem Auftrag durch. Er erfüllt damit die Forderung des Nds. Fischereigesetzes § 54, Abs. 3, Abschnitt 3.
Die Durchführung der Ausbildungslehrgänge wurde den örtlichen Fischereivereinen übertragen.

Anmeldung und Infos
Die Anmeldung zur Teilnahme an dem Vorbereitungslehrgang zur Ablegung der Fischerprüfung erfolgt am ersten Unterrichtsabend durch Ausfüllen eines Anmeldeformulars des
SFV Papenburg e. V..
Infos können beim Lehrgangsleiter unter der nachfolgenden Kontakt-Adresse eingeholt
werden.

Die Sportfischerlehrgänge beginnen jeweils am 1. Donnerstag im September eines jeden Jahres, um 19.00 Uhr im Vereinslokal „Hotel Hilling“.

Ablauf des Vorbereitungslehrgangs
In der Regel umfasst der Vorbereitungslehrgang 16 Doppelstunden. Die Lehrgangsabende finden jeweils montags und donnerstags, in der Zeit von 19.00 bis 21.00 Uhr im Schulungsraum unseres Vereinslokals „Hotel Hilling“, Mittelkanal links 94, Papenburg, statt. Für die praktische Ausbildung ist mindestens eine Doppelstunde am Angelgewässer vorgesehen.

Ausbildungs- und Prüfungsgebühren
Die Ausbildungsgebühren einschließlich Prüfungsgebühren betragen zurzeit 80,00 Euro.
Hiermit sind alle Kosten für die Ausbildungsunterlagen und –materialien, die Prüfungsunterlagen, den Fischerprüfungsausweis und die Verwaltungsarbeit abgegolten.

Curriculum
Der Lehrplan des Ausbildungslehrgangs sieht vor, dem angehenden Fischer ein ausreichendes Wissen für seine spätere fischereiliche Tätigkeit zu vermitteln und soll allefischerei- und gewässerkundlichen Wissensgebiete umfassen. Neben der fachlichen und technischen Ausbildung soll der Fischer vor allem an ein tierschutzgerechtes und umweltbewusstes Verhalten am Gewässer herangeführt werden.

Der Ausbildungslehrgang zur Vorbereitung auf die Fischerprüfung umfasst sechs Sachgebiete:
1. Allgemeine Fischkunde
2. Fischarten und ihre Merkmale (spezielle Fischkunde)
3. Gewässerkunde
4. Fischfang und Gerätekunde
5. Natur-, Tier- und Umweltschutz
6. Fischereirecht, Vereinsrecht

Durchführung der Fischerprüfung
Theoretische Fischerprüfung

Es stehen verschiedene Prüfungsbögen mit jeweils60 Fragen aus sechs Sachgebieten zur Verfügung.
Für die Beantwortung der 60 Prüfungsfragen stehen bis zu 90 Minuten zur Verfügung. Jeder Prüfling hat
a) mindestens 45 Fragen insgesamt richtig und
b) in jedem einzelnen Sachgebiet mindestens 6 Fragen richtig zu beantworten.

Ist eine der Bedingungen zu a) oder b) nicht erfüllt, so hat der Prüfling die theoretische Fischerprüfung nicht bestanden. Er kann sie zu einem späteren Zeitpunkt wiederholen. In diesem Fall ist eine Prüfungsgebühr von 30 Euro zu zahlen. Zur nachfolgenden
praktischen Fischerprüfung ist er nicht zuzulassen.

Praktische Fischerprüfung
Im praktischen Prüfungsteil werden das Zusammenstellen und die Handhabung gebrauchsfertiger Angelgeräte nach Vorgaben des Prüfungsausschusses gefordert. Hierbei hat der Prüfling nachzuweisen, dass er mit den Angelgeräten vertraut ist und sie auch im tier- und naturschutzrechtlichen Sinne anzuwenden versteht.

Die Kenntnisse über das tierschutzgerechte Behandeln, Töten und Schlachten von Fischen sind im praktischen Teil der Fischerprüfung zu belegen.

Fischerprüfungsausweis
Nach erfolgreichem Abschluss der theoretischen und praktischen Fischerprüfung erhält der Prüfling einen Fischerprüfungsausweis als Bestätigung, dass die Prüfung bestanden wurde. Der Fischerprüfungsausweis ist Voraussetzung zur Ausstellung eines Fischereischeines sowie der Aufnahme in einem organisierten Fischereiverein.
Hat ein Prüfling seine Zulassung zur Fischerprüfung durch unrichtige Angaben erreicht oder Täuschungshandlungen bei der Prüfung vorgenommen, so kann der Fischerprüfungsausweis vom LFV-S nach Anhören des Prüfungsausschusses und des Prüflings für nichtig erklärt und eingezogen werden. Die Wohnsitzgemeinde des Betroffenen ist wegen § 59, Abs. 4, Nds.FischG zu unterrichten.

Kontaktadresse und Infos: „Ausbildungslehrgänge“

- Lehrgangsleiter für Sportfischerlehrgänge
- Lehrgangsleiter für Fliegenfischerlehrgänge
- Prüfungsbezirksbeauftragter für den Bezirk 2
- Prüfer für die Abnahme von Fischerprüfungen
- Prüfer für die Abnahme von Fliegenfischerprüfungen

ENGELBERT ALBERS
Postfach 11 08
26851 Papenburg

Telefon: 0 49 61 / 94 17 89
Handy: 0174 2517325
Fax: 0 49 61 / 94 27 55
E-Mail: albers.e@t-online.de