Mitteilungen






Mitteilungsblatt Nr. 4/2020

Sportfischerverein Papenburg e. V.

Infos – Corona – Angelveranstaltungen
Der Landesfischereiverband Weser-Ems e. V. hat mit seiner Bekanntmachung vom 19. Mai 2020 kundgetan, dass das Angeln in Niedersachsen natürlich unter der gebotenen Abstandsregelung erlaubt, aber Angelveranstaltungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie nicht erlaubt sind.

Da wir keine Epidemilogen sind und sich die Empfehlungen der Bundes- und Landesregierungen ständig ändern, wollen und können wir dazu keine Empfehlung abgeben.
Aufgrund dessen und der damit einhergehenden Verordnungen, hat sich unser geschäftsführende Vorstand entschlossen, sich an der Empfehlung des LFV zu orientieren und vorerst alle Veranstaltungen bis Ende August d. J. abzusagen. Wenn es hier eine Lockerung geben sollte, werden wir dieses umgehend in den Medien bekannt geben.

Jeder Angler und jede Anglerin sollte hier auf Grundlage der öffentlichen Empfehlungen möglichst selbstverantwortlich im Sinne der Gemeinschaft handeln.

Abgetrennter Schafbock Kopf
Bei einer Kontrolle an der KH 1 haben unsere Vereinsvertreter D. Craayvanger und sein Kollege E. Albers unlängst einen abgetrennten Kopf von einem Kamerunschafbock entdeckt. Um das Gehörn war ein 30 m langes Kunststoffseil geknüpft.

Der schaurige Anblick des leicht verwesten Schafkopfes erinnerte an Szenen aus der Romanverfilmung „Die Blechtrommel“ von Günter Grass aus dem Jahre 1979. In einer Szene des Films wird gezeigt, wie Vater, Mutter und Sohn am Karfreitag 1939 in Brösen an der Ostsee spazieren gehen. Dort treffen sie auf einen Stauer, der gerade dabei ist, eine Leine aus dem Meer zu ziehen. An dieser Leine hängt ein versenkter Pferdekopf. Man sieht, wie der alte Mann schlängelnde Aale aus dem Pferdekopf herauszieht.

Dem unwissenden Zuschauer wird suggeriert, dass die Aale sich offenbar an dem Aas des Pferdekopfes mästen. Die oft verbreitete Aussage, Aale seien Aasfresser, resultiert aus ihrem Versteckverhalten, das früher durch das Auslegen von Tierschädeln zum Fang genutzt wurde. Diese Fangmethode wurde in dem Film, die „Blechtrommel“ literarisch zwar schön, fachlich aber falsch beschrieben. Fischer wissen, dass Aale bestenfalls frisch geköderte Fische fressen, niemals aber verweste. Der Grund liegt nicht zuletzt in dem extrem fein ausgebildeten Geruchssinn des Aales begründet.

Der Schafskopf könnte als Anlockmittel für Welse gedacht sein, die in genügender Anzahl in der KH 1 vorkommen. Der Wels ernährt sich als aktiver Räuber auch als Aasfresser.
An der Vorgehensweise der Personen, in diesem Fall der Schafskopf an der KH 1, lässt sich deutlich die Handschrift ihrer Herkunft ablesen.

An gleicher Stelle haben wir im Monat Mai wiederholt Angler ohne irgendeine Fischereiberechtigung angetroffen. Auch die Polizei hatte an der KH 1 eine Person beim Angeln kontrolliert, die ebenfalls keine Angellizens vorweisen konnte. Diese Person wurde wegen „Schwarzangelei“ angezeigt und zu einer Geldstrafe von 500 Euro verurteilt. Eine Sippe aus Cloppenburg hatte es sich mit Wohnwagen, Zelten, Lagerfeuer, Musik, Motorboot mit Sonnendach und Schwarzangelei an unserer KH 1 gutgehen lassen.

Zwangsläufig wird in solchen Fällen Anzeige erstattet. Darüber hinaus werden an unseren Gewässern immer wieder Schlachtabfälle und Wildschweindecken entsorgt. Diese Fundorte sind keineswegs von der Jägerschaft als Luderplätze angelegt worden.

Gewässerordnung
Es ist in den letzten Wochen vehement aufgetreten, dass Angler die Gewässer unserer Kanalhaltungen 1 – 13 mit einem Boot irgendeiner Art befahren und die Fischerei auf Friedfische und Raubfische vom Boot aus ausüben. Mit Nachdruck weisen wir auf unsere bestehende Gewässerordnung vom 31. Oktober 2009 hin, die auf der Jahreshauptversammlung 2010 von allen teilnehmenden Mitgliedern genehmigt wurde.

Punkt 14.8 – Gewässerordnung SFV Papenburg e. V.
Auf der Ems und auf dem Gewässer im Hafengebiet ist die Benutzung von Boote (Motor-, Segel-, Ruderboot) nur mit amtlich zugelassenen Kennzeichen der Wasserbehörde zulässig. Das Anlegen und Befestigen eines Bootes am Ufer im gesamten Hafengebiet ist verboten. Bootsfahrer haben in den Naturschutzgebieten die gesetzlichen und die in den Verordnungen festgelegten Bestimmungen einzuhalten. Das Schleppangeln von einem Boot aus, ist verboten. Es darf nur von einem still liegenden Boot, das fest verankert ist, aus geangelt werden. Auf allen anderen Gewässern ist die Benutzung jeglicher Wasserfahrzeuge verboten. Das gilt auch für Belly Boote.

Wir werden mit Unterstützung der Polizei, einige davon sind Vereinsmitglieder, an den KH 1 – 13 sowie unseren Seen verstärkt Kontrollen durchführen. Mit der Aufnahme in den SFV Papenburg e. V. hat jedes aufgenommene Mitglied unsere Statuten anerkannt und durch seine eigenhändige Unterschrift bestätigt. Wer gegen die Bestimmungen des Niedersächsischen Fischereigesetzes oder gegen unsere Gewässerordnung verstößt, wird unverzüglich die Fischereierlaubnis entzogen.

Aalbesatz 2020
Termingerecht haben Ende Mai alle Mitgliedsvereine des LFV Weser-Ems e. V. ihre Zuteilung von Farmaalen von der Firma Albe in Haren abgeholt. Unsere beiden Gewässerwarte Andreas Sievers und sein neuer Adjutant Fabian Wiggers konnten für unseren Verein die zugeteilte Menge von 26 kg entgegennehmen und auf unsere Gewässer verteilen. Die Farmaale hatten ein Durchschnittsgewicht von 4 Gramm und waren in einem ausgezeichneten Zustand angeliefert und an die Vereine verteilt worden. Insgesamt waren es 1 791 Kilo Jungaale, also umgerechnet knapp 450 000 Exemplare, die zum Besatz an die Vereine ausgegeben wurden.

Absperrung KH 6 – Craayvanger
Zum Start der Aktion „Bienenfreundlicher Landwirt 2020“ hat B. Pieper seine Ackerflächen rund um die KH 6 mit zahlreichen bienenfreundlichen Pflanzen eingesät, die nunmehr in prachtvoller Blüte stehen. Hier wachsen und blühen Pflanzen, die den Erhalt von Wildbienen und anderen nützlichen Insekten fördern. Damit die Bienen im Frühling und Spätsommer keinen Nahrungsmangel leiden,
sind dort sowohl früh-, mittel-, als auch spätblühende Pflanzen enthalten. Diese Maßnahme erfolgte allerdings freiwillig als Selbstverpflichtung in Abstimmung mit dem Institut für Bienenkunde in Celle
mit der Auflage, die Zufahrt zu seiner Fläche und unserer KH 6, abzusperren. Falls Piepers Betrieb genügend Punkte gesammelt hat, bekommt er die jährlich verliehene
Auszeichnung – „Bienenfreundlicher Landwirt“.

Zuwegung zum Anglerheim
In vorbildlicher Eigenleistung hat unser langjähriges Mitglied, Georg Müller, die Zuwegung zu unserem Anglerheim auf eine Länge von 150 m neu befestigt. Etliche cbm Schottersteine waren notwendig und wollten bewegt, planiert und gewalzt werden. Zudem hat er mit einem Greifbagger die Verlandung des parallel laufenden Abflussgrabens zum Anglerheim ausgehoben. Die Zuwegung lässt sich wieder gut befahren, es sieht einladend aus und ist ein Aushängeschild für unsere Gäste. Für deinen selbstlosen Einsatz, lieber Georg, hast du ein dickes „Dankeschön“ verdient.


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